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Scrum und seine Rollen – Agiles Projektmanagement Teil 2

Flexibilität und Anpassungsfähigkeit sind die großen Stärken des Agilen Projektmanagements. Das sollte Ihnen, liebe Leser, spätestens seit der Lektüre des ersten Beitrags unserer Reihe zum Thema bewusst sein. Damit einher, gehen vielerlei Vorzüge, die bei richtiger Anwendung der entsprechenden Methoden des Agilen PM, voll zum Tragen kommen und Unternehmen beispielsweise helfen viel Geld zu sparen. Um eben jene Methoden, das heißt in diesem Fall um das sogenannte Scrum, soll es heute gehen.

Was Agiles Projektmanagement und Rugby gemeinsam haben

Scrum – das Wort klingt zunächst sehr merkwürdig. Nicht gerade unternehmerisch. Vielmehr möchte man an einen trivialen Sinn glauben. Und liegt damit goldrichtig. Denn der Begriff ist dem Rugby-Sport entlehnt, bedeutet so viel wie „Gedränge“ und beschreibt damit eine große Anzahl von Spielern, die um den Besitz des Rugbyballs ringen. Im Agilen Projektmanagement wird jener Ball von den zu erledigenden gemeinsamen Aufgaben der Projektmitarbeiter ersetzt. Die Spieler von den Teammitgliedern.

So gesehen verwundert die Einbürgerung des Wortes Scrum in den Sprachgebrauch des PM wenig. Immerhin spielen Besprechungen, wörtliches Ringen, eine zentrale Rolle bei der Bewältigung von Vorhaben nach agilen Maßstäben. Täglich werden sie abgehalten, die Besprechungen. Während des gesamten Projektzeitraums.

Normalerweise wirkt sich solch ein Vorgehen eher hinderlich aus, nimm. Projektmanagement nach der Scrum-Methode bedeutet nämlich auch, dass alle Mitarbeiter immer wieder verschiedene Rollen wahrnehmen und sich die zu leistenden Aufgaben aus den Kundenanforderungen ergeben. Den Vorstellungen des Agilen PM folgend, gelten für ein Scrum-Projekt nur wenige simple Regeln. Alles steht und fällt mit der Fähigkeit des Teams zur Selbstorganisation und den Qualifikationen der Teammitglieder. In Hinblick darauf darf es keine Reglementierungen geben und die Mannschaft muss interdisziplinär zusammengesetzt sein.

Wie funktioniert das im Detail? Um das zu verstehen, müssen Sie wissen, dass es beim Scrum drei verschiedene Rollen gibt. Mit diesen sind wiederum ganz verschiedene Aufgaben verbunden:

Produkteigner

An erster Stelle gibt es den Produkteigner. Selbiger nimmt die Position aller Stakeholder ein, die von dem Vorhaben direkt betroffen sind beziehungsweise ein Interesse an dessen Erfolg haben. Die Aufgabe des Produkteigners ist somit klar umrissen. Seiner Verantwortung obliegt die reibungslose Produkteinführung, ein unkomplizierter Umstieg von einem Programm auf das andere. Er muss sich in die Kunden hineinversetzten und die Wünsche der Zielgruppe genaustens kennen.

Scrum-Master

An die Seite des Produkteigners stellt sich der Scrum-Master. Er agiert als Mittler und Dienstleister. In seinen Verantwortungsbereich, fällt die Beschaffung notwendiger Ressourcen und die Beseitigung etwaiger Hürden. Er trägt Sorge dafür, dass das Projektteam ungehindert arbeiten kann, vermittelt zwischen den Interessen des Produkteigners und der Mitarbeiter. Zudem dient er als Ansprechpartner für Außenstehende und wacht über die Einhaltung der Projektregeln.

Scrum-Team

Das Scrum-Team besteht für gewöhnlich aus fünf bis zehn Mitarbeitern. Die Arbeit des Teams beruht auf den Prinzipien der Gleichheit und Freiwilligkeit. Es gibt folglich keine Hierarchien, und alle Teammitglieder sollten aus eigenem Wunsch heraus mitwirken. Alle unterliegen denselben Rechten und Pflichten. Auf Grundlage der verschiedenen Kompetenzen der Mitarbeiter erfolgt die Organisation zur Aufgabenverteilung selbständig.

Wie wird daraus ein Prozess?

So weit, so gut. Nun stellt sich selbstverständliche die Frage wie die einzelnen Komponenten des Scrum in einem vollständigen Projektprozess zusammenfließen. Im nächsten Blogbeitrag erläutern wir, wie aus der Idee ein erfolgreicher Scrum-Prozess wird.