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Zeiterfassung mit Rüstzeiten


22. Juni 2021 – Lesezeit ca. 5 min.
Gerade bei Mitarbeitern, die im Büro arbeiten, werden Rüstzeiten oft nicht erfasst und dokumentiert. Büromitarbeiter beginnen den Arbeitstag mit dem Gang zum Arbeitsplatz, dem Hochfahren des Rechners und dem Starten der Softwareprogramme. Oftmals ist auch die Eingabe von Passwörtern notwendig, bis die Arbeitsprogramme startklar sind. Laut dem Arbeitszeitgesetz ist diese Rüstzeit vergütungspflichtig. Also die Zeit, die notwendig ist, bis ein Mitarbeiter nach den Anordnungen des Arbeitgebers arbeiten kann. Am PC-Arbeitsplatz müssen dafür alle Programme startbereit sein. Der Arbeitgeber ist laut Gesetz dazu verpflichtet, diese Rüstzeit zu vergüten.

Im Gegensatz zu einer Terminallösung ist die Zeiterfassung am PC-Arbeitsplatz in der Regel erst mit dem Starten des Zeiterfassungsprogramms möglich. Betritt der Mitarbeiter um 8:00 Uhr das Firmengebäude und stempelt nach dem Hochfahren des Rechners seine Arbeitszeit, beginnt die Erfassung seiner Arbeitszeit erst um 8:05 Uhr. Wird die Rüstzeit nicht auf das Arbeitskonto gutgeschrieben, führt das zu einem Zeitverlust für den Arbeitnehmer. Bei einer Rüstzeit von 5 Minuten umfasst dieser Zeitverlust 2,5 Arbeitstage pro Jahr.

Rüstzeiten am PC-Arbeitsplatz mit Bonusminuten berücksichtigen

Um diese Rüstzeiten auch bei der Zeiterfassung mit einer Softwarelösung zu berücksichtigen, werden Arbeitnehmern an jedem Arbeitstag im Büro Bonusminuten gutgeschrieben. In der TimO®-Software legen Sie als Arbeitgeber in der jeweiligen Wochenarbeitszeitregelung die Bonusminuten pro Mitarbeitergruppe fest. Das kann zum Beispiel ein Durchschnittswert von 5 Minuten sein. Für ein zweites Bürogebäude, das weiter entfernt vom Hauptgebäude liegt, können Sie einen weiteren Durchschnittswert von 8 Minuten hinterlegen. Die Software ergänzt täglich die Bonusminuten und weist sie parallel zur Arbeitszeiterfassung aus.

Beispiel Zeiterfassung mit Bonusminuten

Arne Rilling arbeitet im Bürogebäude A. Sein Arbeitstag startet morgens um 8:00 Uhr. Um 8:05 ist sein Rechner startklar, er stempelt den Arbeitsbeginn im Zeiterfassungsprogramm. Mit Abzug der Mittagspause beträgt seine Arbeitszeit an diesem Arbeitstag 7 Stunden und 55 Minuten. In der Betriebsvereinbarung wurde für das Bürogebäude A ein Durchschnittswert von 5 Minuten Rüstzeit bis zum Starten des PCs am Arbeitsplatz festgelegt. Diese 5 Bonusminuten werden seiner täglichen Ist-Arbeitszeit hinzugefügt. In der Software werden 7:55 Arbeitsstunden für Arne Rilling eingetragen, die 5 Bonusminuten werden in einer extra Spalte dokumentiert. Anna Nisse arbeitet in Bürogebäude B. Sie bekommt täglich 8 Bonusminuten gutgeschrieben, weil das Gebäude B im hinteren Bereich des Firmengeländes liegt. Ihr Kollege Arne Wallmann arbeitet in der Produktion. Er stempelt seine Arbeitszeit an einem Zeiterfassungsterminal, das im Eingangsbereich des Produktionsgebäudes hängt. Mit dem Betreten des Produktionsgebäudes wird der Beginn seiner Arbeitszeit dokumentiert. Er hat somit keine Rüstzeiten und bekommt keine Bonusminuten gutgeschrieben.

Rüstzeiten auf der Baustelle in den Griff bekommen

Mit einer Zeiterfassungs-App oder der Kombination aus Terminal-Hardware und App lassen sich auch Rüstzeiten auf Baustellen dokumentieren. Über Geofencing-Gebiete wird jede Baustelle in den Stammdaten hinterlegt. Beim Betreten der Baustelle können Handwerker die Arbeitszeiten in der App erfassen. Auch der Firmensitz kann als Geofence hinterlegt werden. Damit ist es egal, ob der Mitarbeiter den Arbeitstag im Bürogebäude beginnt oder auf der Baustelle.

Kostenlose Testphase für Software und App

Die TimO® Zeiterfassung mit Bonusminuten können Sie auch mit einem Zeiterfassungsterminal und einer mobilen App kombinieren. Überzeugen Sie sich selbst und fordern Sie einen Testzugang an! Jetzt 30 Tage ohne Verpflichtungen testen. Das Test-Abo für Software und App endet automatisch.