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Höhere Termintreue durch Critical-Chain-Projektmanagement

Critical-Chain-Projektmanagement

Projekte können aus den unterschiedlichsten Gründen und auf verschiedene Art und Weise suboptimal verlaufen oder gar komplett scheitern. So werden nicht wenige Projekte entweder vorzeitig abgebrochen, oder aber sie überschreiten signifikant den im Projektplan vorgesehenen Zeit- und Budgetrahmen. Oft liefern sie auch schlichtweg nicht die gewünschten Ergebnisse.

Agiles Projektmanagement ist ein Weg, diese Probleme in den Griff zu bekommen – allerdings scheuen manche Unternehmen vor dem damit notwendigerweise verbundenem Change-Prozess in der Führungskultur zurück. Zudem sind agile Methoden nicht universell einsetzbar. Das moderne Projektmanagement kennt aber auch noch andere zielführende Ansätze und Methoden. Eine davon möchten wir im Folgenden kurz vorstellen.

Effiziente Nutzung von Projekt-Ressourcen

Eine sinnvolle Ergänzung zum klassischen Projektmanagement bzw. Alterative zum agilen Projektmanagement ist das sogenannte Critical-Chain-Projektmanagement (auch Critical-Chain-Multiprojektmanagement oder Critical-Chain-Management genannt). Damit lässt sich die Zuverlässigkeit der Termineinhaltung auf mehr als 95 Prozent steigern, während sich die Durchlaufzeiten der Projekte um mehr als 25 Prozent reduzieren.

Wesentlich für das Critical-Chain-Projektmanagement ist es, dass einerseits das in Projekten kontraproduktive Multitasking weitgehend unterbunden und andererseits das Handling mit Schätzungen, Streuungen und Puffern optimiert wird. Insgesamt werden vorhandene Ressourcen somit effizienter eingesetzt und Projekte erfolgreicher umgesetzt.

Vermeidung von schädlichem Multitasking

Um zu vermeiden, dass im Projektverlauf von verschiedenen Seiten gleichzeitig auf ein und denselben Mitarbeiter zurückgegriffen wird, nimmt das Critical-Chain-Projektmanagement zuvor eine dezidierte und verbindliche Priorisierung der Aufgaben und Arbeitspakete vor. Laufen mehrere Projekte parallel zueinander, ist zudem eine Staffelung derselben nach Prioritäten erforderlich. Damit verbunden ist dann konsequenterweise auch die strategisch sinnvolle Auswahl der Projekte.

Schädliches Multitasking wird so in aller Regel auf ein Minimum reduziert, wenn nicht gar völlig vermieden, so dass sich die zur Verfügung stehenden Mitarbeiter voll und ganz auf die Erledigung ihrer aktuellen Aufgabe konzentrieren können. Dadurch verringern sich die Durchlaufzeiten sowohl der einzelnen Projektschritte als auch der Projekte als Ganzes in erheblichem Maße.

Gemeinschaftlicher Puffer am Projektende

Ein weiteres (psychologisches) Problem im klassischen Projektmanagement ist der Umgang mit der Schätzung des Zeitaufwandes und den entsprechend eingeplanten Zeitpuffern. So neigen Mitarbeiter dazu, den sich daraus ergebenden Zeitrahmen zur Erledigung eines Arbeitspakets alleine schon deshalb mindestens auszuschöpfen, um auch in zukünftigen Projekten bzw. Projektschritten ein möglichst großes Zeitfenster zu haben. In Summe dauern Projekte aus diesem Grunde gewissermaßen schon von vorneherein länger als eigentlich nötig.

Gegenüber dem klassischen Projektmanagement fokussiert das Critical-Chain-Projektmanagement daher nicht die einzelnen Projektschritte, sondern das Projektende: Unter Berücksichtigung der Ressourcenverfügbarkeit wird die längste Abfolge voneinander abhängiger Aufgaben ermittelt, die sogenannte Kritische Kette, und an deren Ende ein gemeinschaftlicher Projektpuffer für alle Arbeitspakete gesetzt. Da zugleich die Puffer während der einzelnen Projektschritte entfallen, können sie auch nicht „missbraucht“ werden. Erfahrungsgemäß erhöht sich so die Termintreue von Projekten.

Im Critical-Chain-Projektmanagement ändern sich lediglich einige Schwerpunkte – eine zuverlässige Software für effizientes Projekt- und Zeitmanagement ist also auch dort unerlässlich.