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Pausenregelung laut Arbeitszeitgesetz


Unter einer Pausenregelung versteht man die Pausenzeiten, die während des Arbeitstages eingehalten werden sollen. Dabei sind nur solche Pausenregelungen zulässig, die mindestens die gesetzlichen Pausenzeiten beinhalten.

Was ist eine Pause?

Eine Pause ist im betrieblichen Zusammenhang eine Arbeitsunterbrechung. Während dieser dürfen Arbeitnehmer keine Arbeitsleistung erbringen, sondern sollen sich erholen. In den meisten Ländern ist es den Arbeitnehmern freigestellt, wann und wie diese ihre Pausen einteilen.

Was sagt das deutsche Arbeitsrecht zur Pausenregelung?

Im deutschen Arbeitsrecht sind nicht nur die maximale Arbeitszeit und die Mehrarbeit geregelt, sondern auch genaue Vorgaben für die Pausen. An jedem Arbeitstag haben Arbeitnehmer ein Recht auf eine Pause von der Arbeit. Der Arbeitgeber darf sie nicht verweigern. Im Gegenteil hat er die Pflicht, auf die Einhaltung der Pausen zu achten. Die Pausenregelung ist ein Teil vom Arbeitszeitgesetz (ArbZG).

Arbeiten ohne Pause (6 Stunden)

Arbeiten ohne Pause ist nur maximal sechs Stunden am Stück erlaubt. Spätestens dann ist eine Pause vorgeschrieben. Bei einer Arbeitszeit bis zu sechs Stunden ist keine Pause nötig, aber möglich. Eine reine Arbeitsunterbrechung stellt aber nicht automatisch eine Pause im Sinne des ArbZG dar.

Pausenregelung (mehr als 6 Stunden Arbeitszeit)

Ab mehr als sechs Stunden Arbeit sind 30 Minuten Pause vorgeschrieben. Dabei sind auch zweimal 15 Minuten Pause möglich. Weniger als 15 Minuten Arbeitsunterbrechung zählen jedoch nicht als gesetzliche Pause. Deswegen gelten einmal 20 und einmal 10 Minuten zusammen nicht als erfüllte Pausenzeit bei mehr als sechs Stunden Arbeit. 29 Minuten am Stück reichen ebenfalls nicht aus. Wer die Pause zeitlich vorverlegt, verstößt jedoch nicht gegen die gesetzlichen Regelungen. Ob es sich bei der Pause um eine richtige Mittagspause handelt, ist nicht wichtig.

Pausenregelung (ab 9 Stunden Arbeitszeit)

Ab mehr als neun Stunden Arbeit fallen zusätzliche 15 Minuten Pause an. Sind zuvor bereits insgesamt 45 Minuten Pause angefallen, wobei jede einzelne Pause mindestens 15 Minuten gedauert hat, gelten diese auch. Wurden 30 Minuten zuvor erfüllt, macht der Angestellte eine weitere Pause von mindestens 15 Minuten, also auch, wenn er zuvor bereits insgesamt 40 Minuten Pause gemacht hat, denn 5 Minuten wären zu kurz; es fallen erneut mindestens 15 Minuten an. Wer bereits nach zwei Arbeitsstunden 45 Minuten Pause macht und danach sieben Stunden ohne Unterbrechung arbeitet, handelt übrigens falsch, denn am Stück sind höchstens sechs Stunden Arbeitszeit erlaubt, sodass dann auf jeden Fall eine weitere Pause von mindestens 15 Minuten anfällt.

Pausenregelung im Unternehmen

Der Arbeitgeber kann natürlich auch eine Pausenregelung erlassen, die mehr als die gesetzliche Regelung beinhaltet, z. B. eine Stunde Pause pro Arbeitstag. Auch hier kann die Pausenzeit aufgeteilt werden, wobei immer mindestens 15 Minuten am Stück Pause genommen werden müssen, um als gesetzliche Pause zu gelten.

Dokumentation von Pausen mit einer Zeiterfassungssoftware

In Software-Programmen können feste Pausen und automatische Pausen hinterlegt werden, die jeweils automatisch von der Arbeitszeit abgezogen werden. Dabei kann man nach geleisteter Arbeitszeit differenzieren und z. B. die gesetzliche Regelung abbilden. In der Regel ist auch eine Kombination aus gestempelten und automatischen Pausen möglich.