+49 6081 58600 • Beste Kundenbewertung
save your time


Warum der Scrum Master unverzichtbar ist

Ein Scrum-Projekt ohne Scrum Master ist in etwa so wie ein Bundesligaspiel ohne Schiedsrichter. Dennoch verzichten nicht wenige „Scrum-Neulinge“ auf die fachgerechte Besetzung dieser zentralen Rolle – sei es aus Kostengründen oder schlichtweg aus Unkenntnis oder Unverständnis. Die Folge: Agile Projekte kommen entweder zu suboptimalen Ergebnissen oder scheitern gleich komplett. Denn klar ist, dass der Scrum Master als neutraler Dienstleister des Teams insofern unverzichtbar ist, als ihm eine wichtige Managementfunktion zukommt, die weder vom Product Owner noch vom Entwicklungsteam übernommen werden kann.

Die Aufgaben des Scrum Masters

Der Scrum Master zeichnet für eine Vielzahl an Aufgaben verantwortlich, die für den reibungslosen Ablauf im agilen Projektmanagement von großer Bedeutung sind. Dazu gehören: Vermittlung der Scrum-Grundlagen, Projektorganisation (z. B. Bereitstellung von Ressourcen), Moderation der Scrum-Meetings, Problemidentifikation und -lösung und Kommunikation mit Außenstehenden.

Alles in allem stellt der Scrum Master auf diese Weise sicher, dass die Rahmenbedingungen für Projekte mit Scrum gewährleistet sind und jederzeit die Regeln eingehalten werden. Hierbei ist er dem Scrum-Team nicht vorgesetzt – er darf und kann also keinerlei inhaltlichen Entscheidungen treffen.

Neutralität gegenüber dem Projekt

Über diese Neutralität gegenüber dem jeweiligen Projektgegenstand verfügt alleine der Scrum Master.Product Owner und Entwicklungsteam hingegen sind für die operative Realisierung des Projekts zuständig, indem sie die Produkt-Vision entwickeln, sich über die in den Sprints umzusetzenden Anforderungen verständigen, die einzelnen Aufwände schätzen, die Ergebnisse diskutieren etc. Sie stehen dem Projekt also nicht neutral gegenüber und geraten an bestimmten Punkten auch schon mal in Konflikt miteinander. Das ist völlig normal. Der springende Punkt ist hier aber: Ohne Scrum Master können diese Konflikte nur schwer im Sinne eines erfolgreichen Projektverlaufs aufgelöst werden, da beide Seiten keine professionelle Distanz zum Projektgegenstand haben.

Kein effizienter Projektverlauf möglich

Dieses Problem lässt sich sehr schön anhand unseres Eingangsbeispiels konkretisieren: Stellen Sie sich doch einfach mal vor, beim Bundesligaspiel Bayern München gegen VfL Wolfsburg kommt ein Stürmer im Strafraum des Gegners zu Fall, und die beiden Teams sollen nun ohne Schiedsrichter darüber entscheiden, ob es einen Elfmeter gibt oder nicht. Ganz schon knifflig, nicht wahr …?

Abgesehen von den damit verbundenen fundamentalen Interessenkonflikten würde die Übernahme der organisatorischen Aufgaben und Verantwortlichkeiten des Scrum Masters auch das Zeitkontingent von Product Owner und Entwicklungsteam unnötig belasten. Ein effizienter Projektverlauf ist so jedenfalls nur schwer vorstellbar, und der Verzicht auf einen Scrum Master ist daher in Scrum-Projekten in hohem Maße kontraproduktiv. Andererseits machen viele Unternehmen diesen Fehler aber auch nur ein einziges Mal. Denn Schaden macht bekanntermaßen klug.