N wie NFC-Zeiterfassung

Was ist NFC-Zeiterfassung?

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Inhalt

NFC-Zeiterfassung ist eine digitale Methode der Arbeitszeiterfassung, bei der ein NFC-Tag und ein NFC-fähiges Lesegerät in unmittelbarer Nähe miteinander kommunizieren. Die erkannte Kennung wird einer Person oder einem Buchungspunkt zugeordnet und löst im verbundenen Zeiterfassungssystem eine Zeitbuchung aus oder bestätigt sie.

NFC steht für „Near Field Communication“, auf Deutsch Nahfeldkommunikation. Die Technologie ist für den kontaktlosen Datenaustausch über kurze Entfernungen ausgelegt. In der Arbeitszeiterfassung kann NFC sowohl an stationären Terminals als auch in Verbindung mit Smartphones eingesetzt werden.

Stand: 27. Juli 2026 | Fachlich geprüft durch die TimO Redaktion

Das Wichtigste in Kürze

  • NFC-Zeiterfassung verbindet einen NFC-Tag mit einem NFC-fähigen Lesegerät.
  • Der NFC-Tag kann von einer Person getragen oder fest an einem Buchungspunkt angebracht werden.
  • Als Lesegerät können unter anderem Smartphones, Tablets oder stationäre Terminals dienen.
  • Passive NFC-Tags benötigen keine eigene Batterie oder Stromversorgung.
  • Die vollständigen Arbeitszeitdaten werden normalerweise nicht auf dem NFC-Tag, sondern im Zeiterfassungssystem gespeichert.
  • Eine NFC-Buchung bestätigt die unmittelbare Nähe zum Tag im Zeitpunkt des Scans.
  • Sie ist kein dauerhafter Aufenthaltsnachweis und belegt nicht automatisch die ausgeführte Arbeitsleistung.

01 Definition – Was bedeutet NFC-Zeiterfassung?

NFC-Zeiterfassung ist eine Methode der Arbeitszeiterfassung, bei der Mitarbeitende ihre Arbeitszeit mithilfe der Near-Field-Communication-Technologie (NFC) erfassen. Die Buchung erfolgt kontaktlos über NFC-Tags, Chipkarten, Schlüsselanhänger oder Smartphones und wird automatisch im Zeiterfassungssystem gespeichert. Sie hilft, den klassischen Stundenzettel aus Papier abzulösen. Die Buchung erfolgt durch kurze Annäherung zwischen einem NFC-Tag und NFC-Lesegerät. Als NFC-Tag (auch „NFC-Transponder“ genannt) dienen Mitarbeiter-NFC-Chips oder NFC-Tags am Buchungspunkt, als Lesegeräte (auch „Reader“ genannt) kommen stationäre Terminals oder Mitarbeiter-Smartphones mit NFC-Zeiterfassungs-App zum Einsatz.

Wie die Technologie im Detail funktioniert, erklärt unser FAQ Beitrag „Was ist NFC?“

02 Was bedeutet NFC?

NFC steht für „Near Field Communication“. Dabei handelt es sich um eine Funktechnologie für den kontaktlosen Datenaustausch über kurze Entfernungen von wenigen Zentimetern. NFC wird unter anderem für kontaktloses Bezahlen, elektronische Zutrittskontrollen und die Arbeitszeiterfassung eingesetzt.

03 Was ist ein NFC-Tag?

Ein NFC-Tag, häufig auch NFC-Transponder genannt, besteht im Wesentlichen aus einem Chip und einer Antenne. Er kann Informationen bereitstellen, sobald er sich im Wirkungsbereich eines kompatiblen NFC-Lesegeräts befindet. Viele NFC-Tags sind passiv. Sie besitzen keine eigene Batterie, sondern beziehen die für den kurzen Kommunikationsvorgang benötigte Energie aus dem elektromagnetischen Feld des Lesegeräts.

NFC-Tags können unterschiedliche Formen besitzen, beispielsweise:

  • Karten oder Mitarbeiterausweise
  • Schlüsselanhänger
  • Aufkleber
  • Kunststoff- oder Acrylglasschilder
  • in Gegenstände integrierte Transponder

Welche Tag-Ausführung geeignet ist, hängt unter anderem vom Verwendungsort, der gewünschten Sicherheit und dem eingesetzten Zeiterfassungssystem ab.

04 Was ist das NFC-Lesegerät?

Das NFC-Lesegerät erzeugt das benötigte Feld, erkennt den NFC-Tag und verarbeitet die ausgelesenen Informationen.

Als NFC-Lesegerät können unter anderem dienen:

  • ein NFC-fähiges Smartphone
  • ein Tablet
  • ein stationäres Zeiterfassungsterminal
  • ein spezielles Kartenlesegerät

Moderne NFC-fähige Smartphones unterstützen einen Reader- beziehungsweise Writer-Modus. Dadurch können sie passive NFC-Tags auslesen. Ob ein konkretes Smartphone und eine bestimmte App für die Zeiterfassung eingesetzt werden können, hängt von der Geräteausstattung, dem Betriebssystem und der verwendeten Software ab.

05 Welche Formen der NFC-Zeiterfassung gibt es?

Bei der NFC-Zeiterfassung lassen sich zwei grundlegende Anordnungen unterscheiden.

Persönlicher NFC-Tag und stationäres Lesegerät

Bei dieser Variante trägt die beschäftigte Person einen persönlichen Transponder, beispielsweise in einer Karte oder einem Schlüsselanhänger. Für die Buchung wird der Transponder an ein stationäres Lesegerät gehalten. Die Kennung des Transponders identifiziert in diesem Fall in erster Linie die Person. Der Buchungsort ergibt sich aus dem fest installierten Terminal.

Solche Systeme werden im Markt häufig auch als RFID-Zeiterfassung bezeichnet. Ob es sich technisch um NFC handelt, hängt von den unterstützten Funkstandards des Tags und des Lesegeräts ab.

Fester NFC-Tag und mobiles Lesegerät

Bei der mobilen Variante ist der NFC-Tag einem bestimmten Buchungspunkt zugeordnet. Die beschäftigte Person liest ihn mit einem NFC-fähigen Smartphone oder Tablet aus. Hier kennzeichnet der NFC-Tag in erster Linie den Buchungsort, das Objekt oder den Arbeitsbereich. Die Person wird normalerweise über ihre Anmeldung in der Zeiterfassungs-App identifiziert.

Eine ausführliche Beschreibung des Buchungsablaufs finden Sie im Beitrag „Wie funktioniert NFC-Zeiterfassung?“

06 Wie funktioniert NFC-Zeiterfassung?

1. Buchung am stationären Terminal als NFC-Lesegerät: Mitarbeitende halten ihr NFC-Tag, beispielsweise integriert in einen Mitarbeiterausweis, NFC-Schlüsselanhänger, Smartphone oder Tablet, an ein stationäres Terminal, das als Lesegerät fungiert.

2. Mobile Buchung über passives NFC-Tag am Einsatzort: An Baustellen, Maschinen oder Eingängen wird ein NFC-Tag angebracht, das mobile Mitarbeitende mit einem NFC-fähigen Smartphone scannen. Die Buchung erfolgt direkt vor Ort und ordnet die Arbeitszeit eindeutig dem jeweiligen Einsatzbereich zu.

Ablaufdiagramm wie NFC-Zeiterfassung funktioniert

„Stationär“ bedeutet, dass das NFC-Lesegerät in der Regel fest montiert und mit Internet und Strom verbunden ist. Bei der „mobilen Buchung“ kommt der Buchungspunkt ohne Strom und Internet aus. Diese logistischen Aufgaben übernimmt das Mitarbeiter-Smartphone. Die Arbeitszeit wird in beiden Fällen automatisch im Zeiterfassungssystem gespeichert. Bei der mobilen Buchung geschieht dies gegebenenfalls zunächst offline auf dem Mitarbeiter-Smartphone, und die Daten werden synchronisiert, sobald Internet verfügbar ist.

07 Welche Daten entstehen bei einer NFC-Zeitbuchung?

Welche Daten verarbeitet werden, hängt von der jeweiligen Software und deren Konfiguration ab. Eine typische Zeitbuchung kann folgende Angaben enthalten:

  • Mitarbeiter- oder Benutzerkennung
  • Datum und Uhrzeit
  • Buchungsart
  • Kennung des NFC-Tags
  • zugeordneter Buchungspunkt
  • optional Projekt, Auftrag oder Kostenstelle
  • technischer Übertragungs- oder Synchronisationsstatus

Die Arbeitszeit wird dabei normalerweise nicht dauerhaft auf dem NFC-Tag gespeichert. Der Tag dient überwiegend als technischer Identifikator. Die vollständige Buchung wird im verbundenen Zeiterfassungssystem verarbeitet und gespeichert.

Arbeitszeitdaten sind personenbezogene Daten. Unternehmen müssen deshalb unter anderem Zugriffsrechte, Aufbewahrungsfristen, Korrekturverfahren und den Schutz der Benutzerkonten festlegen.

08 Was bestätigt eine NFC-Buchung?

Eine erfolgreich durchgeführte NFC-Buchung bestätigt zunächst, dass ein kompatibles Lesegerät den vorgesehenen NFC-Tag im Zeitpunkt des Scans aus unmittelbarer Nähe lesen konnte.

Welche weitere Aussage daraus abgeleitet werden kann, hängt vom Aufbau des Systems ab:

  • Bei einem persönlichen NFC-Transponder kann die Buchung einer hinterlegten Person zugeordnet werden.
  • Bei einem festen NFC-Buchungspunkt kann die Nähe des verwendeten Lesegeräts zu diesem Punkt bestätigt werden.
  • Bei einer angemeldeten App können Benutzerkennung und Buchungspunkt miteinander verknüpft werden.

Eine NFC-Buchung bestätigt dagegen nicht automatisch:

  • den dauerhaften Aufenthalt während der gesamten Arbeitszeit
  • die tatsächlich ausgeführte Tätigkeit
  • die Qualität oder das Ergebnis der Arbeitsleistung
  • die persönliche Nutzung des Geräts, sofern keine ausreichende Authentifizierung erfolgt
  • die Unveränderbarkeit aller Daten des Zeiterfassungssystems

NFC ist deshalb ein technisches Element der Zeiterfassung. Verlässliche Arbeitszeitdaten setzen zusätzlich geeignete Benutzerrechte, Authentifizierungsverfahren, betriebliche Regeln und nachvollziehbare Korrekturprozesse voraus.

09 Unterschied zwischen NFC, RFID, GPS und QR-Code

NFC und RFID

Gegenüberstellung von NFC und RFID Technologie

RFID ist ein Oberbegriff für Technologien zur Identifikation über Funkwellen. NFC arbeitet im Hochfrequenzbereich und kann als standardisierte Form beziehungsweise Teilbereich der RFID-Technologie eingeordnet werden. Nicht jedes RFID-System unterstützt jedoch NFC. Klassische RFID-Zeiterfassungssysteme verwenden häufig Karten oder Chips an stationären Terminals, während NFC zusätzlich direkt mit kompatiblen Smartphones eingesetzt werden kann.

Eine ausführliche Gegenüberstellung finden Sie unter „NFC oder RFID-Zeiterfassung?“

NFC und GPS

Gegenüberstellung von NFC und GPS Technologie

NFC bestätigt einen einzelnen, vorher festgelegten Buchungspunkt in unmittelbarer Nähe. GPS bestimmt dagegen die geografische Position eines Geräts. GPS kann für größere Flächen oder wechselnde, nicht vorbereitete Einsatzorte geeignet sein. NFC ist besonders dann relevant, wenn ein konkreter Punkt, Raum oder eng abgegrenzter Arbeitsbereich unterschieden werden soll.

Weitere Informationen enthält der Vergleich „NFC oder GPS-Zeiterfassung?“

NFC und QR-Code

Auch ein QR-Code kann einen Buchungspunkt kennzeichnen und mit einer Smartphone-Kamera gelesen werden. NFC benötigt dagegen keine optische Erkennung. Das Gerät muss lediglich an den vorgesehenen Tag angenähert werden.

Sicherheit und Manipulationsschutz hängen bei beiden Verfahren von der konkreten technischen Umsetzung ab. Ein sichtbarer Code oder eine einfache Tag-Kennung allein ist nicht automatisch kopiergeschützt.

10 Voraussetzungen und Grenzen

Für NFC-Zeiterfassung werden mindestens ein kompatibler NFC-Tag, ein NFC-fähiges Lesegerät und ein angebundenes Zeiterfassungssystem benötigt.

Bei der mobilen Nutzung kommen typischerweise folgende Voraussetzungen hinzu:

  • ein geeignetes Smartphone oder Tablet
  • eine kompatible Zeiterfassungs-App
  • ein eingerichtetes Benutzerkonto
  • eine Zuordnung des NFC-Tags zum vorgesehenen Buchungspunkt
  • gegebenenfalls eine Internetverbindung zur Übertragung der Buchung

Ob Buchungen ohne aktuelle Internetverbindung zwischengespeichert werden können, ist keine allgemeine Eigenschaft von NFC. Dies hängt von der eingesetzten App und dem jeweiligen Zeiterfassungssystem ab.

Weitere mögliche Grenzen sind:

  • ältere oder ungeeignete Geräte ohne NFC
  • deaktivierte NFC-Funktion
  • beschädigte oder entfernte Tags
  • unterschiedliche Positionen der NFC-Antenne je nach Smartphone
  • organisatorischer Aufwand für Einrichtung und Verwaltung der Tags
  • Sicherheitsunterschiede zwischen einfachen und kryptografisch geschützten NFC-Tags

11 Warum ergänzt die mobile Buchung die klassische NFC-Zeiterfassung?

Die Zeiterfassung mit NFC ist schnell, kontaktlos und eindeutig. In Form von Transpondern, Chipkarten, Schlüsselanhängern und stationären Terminals hat NFC  schon länger seinen Platz in der Zeiterfassung gefunden. Sollen wechselnde Einsatzorte oder nah beieinander liegende Arbeitsbereiche erfasst werden, kommt die mobile Buchung immer häufiger ins Spiel: Mobile Mitarbeitende können sich per Smartphone und Zeiterfassungs-App am NFC-Tag am Einsatzort ein- und ausstempeln. Die folgenden Punkte zeigen typische Vorteile der mobilen NFC-Zeiterfassung im Arbeitsalltag.

Zahlreiche Arbeitsbereiche wirtschaftlich abdecken: Stationäre Terminals sind verhältnismäßig kostenintensiv und aufwändig zu installieren, benötigen Internet und Strom. Das lohnt sich bei vielen, ausdifferenzierten Arbeitsbereichen möglicherweise wirtschaftlich nicht. NFC-Tags sind meist flexibler und günstiger. Stationäre Terminals spielen ihre Stärke vor allem dort aus, wo an einem zentralen Eingang mit guter Infrastruktur regelmäßig viele Personen buchen.

Exakte Zuordnung zum Arbeitsbereich: GPS und Geofencing sind je nach Einsatz-Szenario nicht ausreichend trennscharf. Liegen Arbeitsbereiche nur wenige Meter auseinander oder auf verschiedenen Etagen, ist NFC die präzisere Methode. Die Zeitbuchung funktioniert nämlich nur wenige Zentimeter vom Tag entfernt. Bei weniger kleinteiligen Szenarien (Buchung irgendwo auf einem Gelände) sind GPS und Geofencing leistungsstark und benötigen anders als die NFC-Zeiterfassung keinen festen Buchungspunkt.

Funktioniert auch ohne Internet: Bei Events und Baustellen ohne Internet sind stationäre Terminals unpraktikabel. Ein NFC-Tag als Buchungspunkt benötigt selbst kein Internet. Die Arbeitszeit-Daten können auf dem Mitarbeiter-Smartphone auch offline in der Zeiterfassungs-App abgelegt und später synchronisiert werden. Ist dagegen Infrastruktur vorhanden, genügt je nach Zweck und Ziel ein elektronisches Terminal, während die Mitarbeiter pflegeleichte NFC-Transponder bei sich tragen.

Schnelle Einrichtung ohne Verkabelung: Strom ist auf Baustellen oder wechselnden Arbeitsorten oft begrenzt und steht nicht für Zeiterfassungs-Terminals zur Verfügung. Bei der mobilen Zeiterfassung per NFC kommt der Buchungspunkt selbst ohne Strom aus. Diesen Teil der Logistik übernimmt das Mitarbeiter-Smartphone. Für diese spezifischen Einsatzbereiche ist die mobile Zeiterfassung mit NFC-Tags daher besonders geeignet.

Stärkere Mitarbeiter-Akzeptanz: Zeiterfassung funktioniert im Unternehmen umso besser, je höher die Akzeptanz der Mitarbeitenden ist. Mitarbeitende scannen oft lieber aktiv mit ihrem Smartphone das NFC-Tag am Einsatzort, als dass Zeiterfassungs-Apps des Unternehmens im Hintergrund GPS-Informationen erheben. Rein logistisch betrachtet ist die Zeiterfassung per App und GPS jedoch die „schlankere“ Option, da keine NFC-Tags am Einsatzort gebraucht und somit weniger Ressourcen verwaltet werden müssen.

12 Einsatzszenarien der mobilen NFC-Zeiterfassung vor Ort

Baustellen und Handwerksbetriebe: Unternehmen dieser Branchen nutzen gern eine Lösung zur Arbeitszeiterfassung, die ohne Strom und Internet auskommt. Beides ist auf Baustellen oftmals Mangelware. Außerdem lassen sich NFC-Tags auf Baumaschinen oder in einzelnen Werkstatt-Bereichen montieren, sodass die Arbeitszeit auf wenige Meter genau einem Einsatzort zugeordnet werden kann.

Sicherheitsdienste und Objektschutz: Im Objektschutz liegen Kontrollpunkte oft auf verschiedenen Etagen oder in eng beieinanderliegenden Bereichen, die zum Beispiel durch Sicherheitstüren getrennt sind. GPS ist hierfür nicht ausreichend genau, während NFC eine exakte Anwesenheitsbestätigung direkt am jeweiligen Kontrollpunkt ermöglicht. Auch in Kellerräumen oder abgeschirmten Bereichen ist das System nutzbar.

Facility Management und Reinigung: Reinigungsdienste, Hausmeister-Services oder technische Dienstleister arbeiten oft parallel in verschiedenen Gebäudebereichen. NFC-Tags zur Zeiterfassung an Eingängen, Technikräumen oder Etagen liefern transparente Angaben dazu, wer wann wo und in welchem Projekt gearbeitet hat. Das vereinfacht Leistungsnachweise und Rechnungsstellung gegenüber Kunden.

Temporäre Arbeitsorte wie Märkte oder Messen: Märkte, Messen und Eventflächen sind kleinteilig strukturiert und verfügen oft nicht über feste Zeiterfassungs-Infrastruktur. NFC-Tags für die mobile Arbeitszeiterfassung lassen sich innerhalb kürzester Zeit montieren, flexibel transportieren und ohne Verkabelung einsetzen. Diese Lösung funktioniert auch bei nah beieinander liegenden und kurzfristig wechselnden Einsatzorten.

13 Stationär oder mobil? Der Zweck entscheidet

Für beide Methoden der NFC-Zeiterfassung gilt: Sie verbinden einfache Bedienung mit einer klaren Zuordnung von Arbeitszeiten und Einsatzorten. Stationäre Terminals mit Mitarbeiterausweisen oder Transpondern bleiben weiterhin eine sinnvolle Lösung für feste Arbeitsplätze und zentrale Eingänge. Die mobile Buchung per Smartphone am NFC-Tag ergänzt diese klassische Form überall dort, wo Teams flexibel, dezentral oder an wechselnden Orten arbeiten.

Unternehmen können beide Varianten miteinander kombinieren und die Zeiterfassung an ihre jeweiligen Arbeitsabläufe anpassen. Gerade kleine und mittlere Unternehmen profitieren von dieser Flexibilität. Je nach Branche, Infrastruktur und Einsatz-Szenario entsteht so eine moderne, wirtschaftliche Arbeitszeiterfassung, die sowohl stationäre als auch mobile Arbeitseinsätze zuverlässig unterstützt.

14 Vorteile und Nachteile der NFC-Zeiterfassung

Vorteile

Die NFC-Zeiterfassung bietet Unternehmen zahlreiche Vorteile. Besonders bei mobilen Arbeitsplätzen ermöglicht NFC eine präzise Erfassung direkt am tatsächlichen Einsatzort.

  • Schnelle und einfache Zeiterfassung
  • Kontaktlose Buchung innerhalb weniger Sekunden
  • Digitale Dokumentation der Arbeitszeiten
  • Reduzierung manueller Eingaben und Fehler
  • Klare Zuordnung von Arbeitszeiten zu Buchungspunkten
  • Für stationäre und mobile Arbeitsplätze geeignet
  • Nutzung auch bei eingeschränkter Internetverbindung möglich
  • Hohe Akzeptanz durch einfache Bedienung

Nachteile

Wie jede Technologie besitzt auch die NFC-Zeiterfassung bestimmte Voraussetzungen.

  • Es werden NFC-fähige Geräte benötigt.
  • NFC-Tags müssen am jeweiligen Buchungspunkt vorhanden sein.
  • Die Reichweite ist bewusst auf wenige Zentimeter begrenzt.
  • Ältere Smartphones unterstützen NFC möglicherweise nicht.

In den meisten Unternehmen überwiegen jedoch die Vorteile deutlich. Wie Vorteile die Technologie gegenüber GPS und klassischen Terminals aufweist können Sie in unserem Blog Beitrag „Vorteile von NFC-Zeiterfassung gegenüber GPS und klassischen Terminals“ nachlesen.

15 Fazit

NFC-Zeiterfassung ist eine moderne Form der Arbeitszeiterfassung, bei der ein NFC-Tag und ein NFC-fähiges Lesegerät über kurze Distanz miteinander kommunizieren. Die Technologie ermöglicht eine bewusste Buchung in unmittelbarer Nähe eines definierten Tags. Welche Daten gespeichert werden und wie aussagekräftig die Buchung ist, hängt jedoch vom gesamten Zeiterfassungssystem, der Authentifizierung und den betrieblichen Regelungen ab.

Besonders bei mobilen Teams, Baustellen, Sicherheitsdiensten.

16 Häufige Fragen zur NFC-Zeiterfassung

Werden Arbeitszeiten direkt auf dem NFC-Tag gespeichert?

In typischen Zeiterfassungssystemen nicht. Der NFC-Tag stellt eine Kennung oder begrenzte Informationen bereit. Die vollständige Arbeitszeitbuchung wird in der App, am Terminal oder im zentralen Zeiterfassungssystem gespeichert.

Benötigt ein NFC-Tag eine Batterie?

Ein passiver NFC-Tag benötigt keine eigene Batterie. Er bezieht die für den Kommunikationsvorgang erforderliche Energie aus dem Feld des NFC-Lesegeräts.

Ist NFC-Zeiterfassung dasselbe wie RFID-Zeiterfassung?

Nicht vollständig. NFC gehört zur RFID-Technologiefamilie, verwendet jedoch definierte Standards für die Kommunikation im Nahbereich. Nicht jedes RFID-Zeiterfassungssystem ist NFC-kompatibel.

Ist eine NFC-Buchung ein Standortnachweis?

Sie bestätigt, dass sich das verwendete Lesegerät beim Scan in unmittelbarer Nähe des NFC-Tags befand. Sie ist jedoch kein dauerhafter Bewegungs-, Aufenthalts- oder Tätigkeitsnachweis.

Kann ein Smartphone NFC-Tags auslesen?

Ein NFC-fähiges Smartphone kann kompatible NFC-Tags im Reader-Modus auslesen. Für eine Zeitbuchung wird zusätzlich eine geeignete App benötigt, die die Tag-Kennung verarbeitet und an das Zeiterfassungssystem übermittelt.

Funktioniert NFC-Zeiterfassung ohne Internet?

Der lokale NFC-Kommunikationsvorgang zwischen Tag und Lesegerät benötigt keine Internetverbindung. Ob eine Zeitbuchung offline gespeichert und später übertragen werden kann, hängt von der verwendeten Zeiterfassungssoftware ab.

Quellen und fachliche Grundlagen

  • NFC Forum: Informationen zu passiven NFC-Tags und deren Energieversorgung
  • Android Developers: Near Field Communication Overview und Reader/Writer Mode
  • Schema.org: Definition des strukturierten Datentyps „DefinedTerm“

NFC-Zeiterfassung praktisch einsetzen

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