Ein Projektstrukturplan (PSP) ist die hierarchische Gliederung eines Projekts in überschaubare Teilbereiche und Arbeitspakete. Er stellt dar, welche Arbeiten zum Projekt gehören, und schafft damit eine Grundlage für die weitere Projektplanung und -steuerung.
Der Projektstrukturplan wird im Englischen als Work Breakdown Structure (WBS) bezeichnet. Er beschreibt den Projektumfang und dessen Bestandteile, legt jedoch noch nicht fest, wann einzelne Arbeiten ausgeführt werden.
Das Wichtigste in Kürze
- Übersicht über den Projektumfang: Der PSP macht sichtbar, welche Arbeiten zum Projekt gehören und wie diese zusammenhängen.
- Grundlage für die Projektplanung: Die Projektstruktur erleichtert es, Verantwortlichkeiten zuzuordnen sowie Termine, Ressourcen und Aufwände für die einzelnen Arbeitspakete zu planen.
- Abgrenzung zum Terminplan: Der PSP zeigt, was im Projekt zu bearbeiten ist. Wann die Arbeiten stattfinden und in welcher Reihenfolge sie durchgeführt werden, wird in der anschließenden Ablauf- und Terminplanung festgelegt.
01 Wie ist ein Projektstrukturplan aufgebaut?
Ein Projektstrukturplan (PSP) stellt die Bestandteile eines Projekts in einer hierarchischen Struktur dar. Das Gesamtprojekt bildet die oberste Ebene des Projektstrukturplans. Darunter folgen je nach Umfang und Gliederung Teilprojekte oder Teilaufgaben, die weiter in Arbeitspakete unterteilt werden.
Arbeitspakete bilden die unterste Ebene des Projektstrukturplans. Sie fassen abgrenzbare Arbeiten zusammen und dienen als Grundlage für die Zuordnung von Verantwortlichkeiten sowie die Termin-, Ressourcen- und Aufwandplanung.
Wie viele Ebenen ein Projektstrukturplan enthält, hängt vom Umfang und der Komplexität des Vorhabens ab. Entscheidend ist, dass die Struktur alle erforderlichen Projektarbeiten nachvollziehbar abbildet.
02 Projektstrukturplan: Beispiel aus der Praxis
Beispiel: Einführung einer neuen Unternehmenssoftware
Ein Unternehmen plant die Einführung einer neuen Software. Der Projektstrukturplan unterteilt das Gesamtprojekt in mehrere Teilbereiche und die dazugehörigen Arbeitspakete.
Ein vereinfachter Projektstrukturplan (PSP) könnte folgendermaßen aussehen:
| Ebene | Strukturelement | Inhalt |
|---|---|---|
| Gesamtprojekt | Softwareeinführung | Einführung der neuen Unternehmenssoftware |
| Teilbereich 1 | Anforderungen | Anforderungen erfassen und abstimmen |
| Arbeitspaket 1.1 | Anforderungen dokumentieren | Benötigte Funktionen und Prozesse festhalten |
| Arbeitspaket 1.2 | Anforderungen freigeben | Abgestimmte Anforderungen bestätigen |
| Teilbereich 2 | Technische Einrichtung | Software für den Einsatz vorbereiten |
| Arbeitspaket 2.1 | System konfigurieren | Grundeinstellungen und Berechtigungen einrichten |
| Arbeitspaket 2.2 | Daten übernehmen | Benötigte Bestandsdaten übertragen |
| Teilbereich 3 | Einführung | Software im Unternehmen bereitstellen |
| Arbeitspaket 3.1 | Mitarbeitende schulen | Anwender auf die Nutzung vorbereiten |
| Arbeitspaket 3.2 | Produktivbetrieb vorbereiten | Voraussetzungen für den Start prüfen |
Das Beispiel zeigt: Die hierarchische Gliederung macht die einzelnen Projektbereiche und ihre zugehörigen Arbeitspakete nachvollziehbar.
03 Projektstrukturplan und Terminplan: Was ist der Unterschied?
Der Projektstrukturplan (PSP) zeigt, welche Arbeiten zu einem Projekt gehören und wie sie hierarchisch gegliedert sind. Er legt jedoch weder die zeitliche Reihenfolge noch die konkreten Ausführungstermine fest.
Diese Informationen werden in der anschließenden Ablauf- und Terminplanung ergänzt:
| Planungsinstrument | Zentrale Frage | Inhalt |
|---|---|---|
| Projektstrukturplan (PSP) | Was gehört zum Projekt? | Gliederung des Projektumfangs in Teilbereiche und Arbeitspakete |
| Projektablaufplan | In welcher Reihenfolge werden die Arbeiten durchgeführt? | Abfolge und Abhängigkeiten zwischen den Vorgängen |
| Projektterminplan | Wann werden die Arbeiten durchgeführt? | Geplante Start- und Endtermine sowie zeitliche Meilensteine |
Der Projektstrukturplan bildet damit eine wichtige Grundlage für die Ablauf- und Terminplanung. Erst durch die ergänzende zeitliche Planung wird deutlich, wann die einzelnen Projektarbeiten stattfinden sollen.
04 Projektstrukturplan mit TimO®
TimO® unterstützt die hierarchische Strukturierung von Projekten. Ein Projekt kann in Unterprojekte und Vorgänge gegliedert werden. Unterprojekte lassen sich wiederum weiter unterteilen; Aufgaben und Meilensteine ergänzen die Projektorganisation.
Die Struktur hilft dabei, umfangreiche Vorhaben in überschaubare Bereiche aufzuteilen und die zugehörigen Arbeiten nachvollziehbar zu organisieren.
Die Projektstruktur in TimO® folgt dem Prinzip der hierarchischen Gliederung. Dabei verwendet die Software eigene Strukturelemente wie Unterprojekte und Vorgänge, die nicht zwingend den Ebenen eines klassischen Projektstrukturplans entsprechen.
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