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Pflicht zur Arbeitszeiterfassung

EuGH-Urteil: Arbeitszeiten müssen künftig systematisch erfasst werden

Arbeitgeber der EU-Mitgliedstaaten sind dazu verpflichtet die Arbeitszeiten ihrer Arbeitnehmer systematisch erfassen. Das entschied am 14. Mai 2019 der Europäische Gerichtshof (EuGH). Das Gerichtsurteil könnte große Auswirkungen auf den Arbeitsalltag der deutschen Arbeitnehmer haben. Die genauen Details der Umsetzung müssen die EU Staaten selbst festlegen.

Systematische Arbeitszeiterfassung

Systematische Zeiterfassung bedeutet, dass die geleisteten Arbeitsstunden objektiv und verlässlich erfasst werden. Nur so kann überprüft werden, ob zulässige Arbeitszeiten überschritten und Ruhezeiten eingehalten werden. Welche Pflichten könnten auf die deutschen Unternehmen zukommen?

  • Aufzeichnung der täglichen Arbeitszeit (Beginn und Ende)
  • Aufzeichnung der zeitlichen Verteilung der Arbeitszeit (Tag, Woche, Monat)
  • Pausenzeiten erfassen und dokumentieren
  • Aufzeichnung von Arbeitszeiten im Homeoffice und von mobilen Zeiten
  • Zahl der Arbeitsstunden muss am Monatsende abgelesen werden können
  • Abgrenzung der Überstunden von der Arbeitszeit
  • Einhaltung der zulässigen Arbeitszeit pro Tag (8 Stunden in Deutschland, Ausnahme 10 Stunden)
  • Einhaltung der zulässigen Arbeitszeit pro Woche (48 Stunden in Deutschland)
  • Einhaltung der Ruhezeit (12 Stunden in Deutschland)
  • Aufzeichnungen müssen 4 Jahre aufbewahrt werden

Welche Regelungen gelten aktuell für deutsche Arbeitgeber?

Bei geringfügiger Beschäftigung muss die Arbeitszeit dokumentiert werden. Zur Bekämpfung der Schwarzarbeit gibt es für bestimmte Branchen eine Aufzeichnungspflicht der Arbeitszeit. Nach den gesetzlichen Regelungen müssen die Aufzeichnungen mindestens zwei Jahre aufbewahrt werden.

  • Regelungen für Minijobber im Mindestlohngesetz (§ 17 MiLoG)
  • Arbeitszeiterfassung für Bauhaupt- und Nebengewerbe
  • Regelungen für viele Handwerksbranchen Arbeitnehmerentsendegesetz (§ 19 AEntG)
    Aufzeichnung der täglichen Arbeitszeit, Aufbewahrung für mindestens 2 Jahre
  • Regelungen für die Aufzeichnung der Überstunden – § 16 Absatz 3 Arbeitszeitgesetz (ArbZG)
    Aufzeichnung der über die werktägliche Arbeitszeit hinausgehende Arbeitszeit
  • Arbeitszeit pro Tag – maximal 8 Stunden – § 3 Arbeitszeitgesetz
    Ausnahme: Arbeitszeit pro Tag – maximal 10 Stunden, wenn innerhalb von 6 Kalendermonaten bzw.  24 Wochen
    im Durchschnitt acht Stunden werktäglich nicht überschritten werden

Welche Vorteile hat die systematische Erfassung für Arbeitnehmer?

Arbeitnehmer haben das Grundrecht auf die Begrenzung der Höchstarbeitszeit und auf die Einhaltung der täglichen Pausen- und Ruhezeiten.  Damit Arbeitnehmer ihre Grundrechte auch wirklich wahrnehmen können ist die Dokumentation von täglichen Arbeitsstunden und Pausenzeiten notwendig. Nur so lässt sich objektiv und verlässlich die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben ermitteln.

  • Transparente Dokumentation der täglichen Arbeitszeit
  • Einhaltung der Ruhezeiten und Pausenzeiten
  • Nachweis der Überstunden

Welche technischen Lösungen gibt es für die systematische Zeiterfassung?

  • Mobile Arbeit, Außendienst: Zeiterfassung per digitaler App und am Laptop
  • Homeoffice: Webbasierte Zeiterfassung und App
  • Arbeitsplatz: Zeiterfassungsterminal, Software, webbasierte Lösung
  • Produktion: Zeiterfassungsterminal, Laptop

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