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Stundenzettel als Nachweis für die Arbeitszeit




Der Stundenzettel ist der Klassiker der Arbeitszeiterfassung. Per Hand notieren Arbeitnehmer ihre Arbeitszeiten auf einem Papierzettel. In der Regel wird der Zeitraum von einem Monat dokumentiert. Auf dem Zettel wird der Arbeitsbeginn, das Arbeitsende und die Pausen eines Arbeitstages notiert.

Warum muss der Stundenzettel geführt werden?

Seit dem 01.01.2015 gilt flächendeckend der gesetzliche Mindeststundenlohn. Laut Gesetz ist der Arbeitgeber verpflichtet, Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit seiner Arbeitnehmer aufzuzeichnen. Mit der Dokumentation der Arbeitszeit will der Gesetzgeber sicherstellen, dass der Mindestlohn für jede Arbeitsstunde bezahlt wird.

Für welche Personengruppen muss der Stundenzettel geführt werden?

Für bestimmte Personengruppen müssen Arbeitgeber die Arbeitszeit in einem Stundenzettel dokumentieren. Das sind zum einen Personen mit einer geringfügigen Beschäftigung und Branchen, in denen es eine besondere Gefahr zur Schwarzarbeit gibt.

Wer führt den Stundenzettel?

In der Praxis überlässt der Arbeitgeber das Ausfüllen den Mitarbeitern meist selbst. Er stellt Ihnen Papier-Stundenzettel zur Verfügung, die die Beschäftigten ausfüllen und abgeben müssen.

Was muss der Stundenzettel enthalten?

Die wichtigsten Inhalte, welche in einem Stundenzettel enthalten sein sollten, sind Name, Datum, Ort, Arbeitsbeginn und -ende, Pausenzeit und tägliche Gesamtarbeitszeit.

Was lange muss der Stundenzettel aufbewahrt werden?

Die Aufzeichnungen müssen mindestens zwei Jahre lang aufbewahrt werden, gerechnet ab dem dokumentierten Arbeitstag. Die Aufzeichnungen der täglichen Arbeitszeit sind spätestens bis zum Ablauf des siebten auf den Tag der Arbeitsleistung folgenden Kalendertag anzufertigen.

Müssen auch Überstunden erfasst werden?

Auch Überstunden müssen dokumentiert werden. Dazu heißt es im § 16 ArbZG „Aushang und Arbeitszeitnachweise“: „Der Arbeitgeber ist verpflichtet, die über die werktägliche Arbeitszeit des § 3 Satz 1 hinausgehende Arbeitszeit der Arbeitnehmer aufzuzeichnen und ein Verzeichnis der Arbeitnehmer zu führen, die in eine Verlängerung der Arbeitszeit gemäß § 7 Abs. 7 eingewilligt haben.“

Stundenzettel in der elektronischen Zeiterfassung

Bei einer elektronischen Zeiterfassung entfällt das Ausfüllen von Stundenzetteln in Papierform, da hiermit die Erfassung von Arbeitsbeginn, -ende und Pausen digital erfolgt. Auch Überstunden können mit dem System dokumentiert und gemäß vorher festgelegten Regeln verwaltet werden.

Jeweils am Monatsende kann eine Personal-Soll-/Ist-Übersicht ausgedruckt werden, auf der alle Arbeitszeiten, Pausen, Überstunden, Urlaubstage und Fehltage aufgeführt sind. Dieser Ausdruck kann vom Arbeitnehmer und vom Arbeitgeber unterschrieben und zu den Akten genommen werden und ersetzt somit den handausgefüllten Stundenzettel.

Quellen: Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Dokumentationspflicht im Arbeitsrecht