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Stundenzettel als Nachweis für die Arbeitszeit


Der Stundenzettel ist der Klassiker der Arbeitszeiterfassung. Er ermöglicht die Erfassung per Hand. Hier erfasst der Arbeitnehmer, meist für den Zeitraum von einem Monat, seinen Arbeitsbeginn, sein Arbeitsende und die Pausen.

Laut Gesetz ist der Arbeitgeber verpflichtet, Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit seiner Arbeitnehmer aufzuzeichnen. In der Praxis überlässt er dies den Mitarbeitern meist selbst, indem er ihnen Stundenzettel zur Verfügung stellt, die auszufüllen und abzugeben sind.

Was muss der Stundenzettel enthalten?

Die wichtigsten Inhalte, welche in einem Stundenzettel enthalten sein sollten, sind Name, Datum, Ort, Arbeitsbeginn und -ende, Pausenzeit und tägliche Gesamtarbeitszeit.

Was lange muss der Stundenzettel aufbewahrt werden?

Die Aufzeichnungen müssen mindestens zwei Jahre lang aufbewahrt werden, gerechnet ab dem dokumentierten Arbeitstag. Die Aufzeichnungen der täglichen Arbeitszeit sind spätestens bis zum Ablauf des siebten auf den Tag der Arbeitsleistung folgenden Kalendertag anzufertigen.

Müssen auch Überstunden erfasst werden?

Auch Überstunden müssen dokumentiert werden. Dazu heißt es im § 16 ArbZG „Aushang und Arbeitszeitnachweise“: „Der Arbeitgeber ist verpflichtet, die über die werktägliche Arbeitszeit des § 3 Satz 1 hinausgehende Arbeitszeit der Arbeitnehmer aufzuzeichnen und ein Verzeichnis der Arbeitnehmer zu führen, die in eine Verlängerung der Arbeitszeit gemäß § 7 Abs. 7 eingewilligt haben.“

Stundenzettel in der elektronischen Zeiterfassung

Bei einer elektronischen Zeiterfassung entfällt das Ausfüllen von Stundenzetteln in Papierform, da hiermit die Erfassung von Arbeitsbeginn, -ende und Pausen digital erfolgt. Auch Überstunden können mit dem System dokumentiert und gemäß vorher festgelegten Regeln verwaltet werden.

Jeweils am Monatsende kann eine Personal-Soll-/Ist-Übersicht ausgedruckt werden, auf der alle Arbeitszeiten, Pausen, Überstunden, Urlaubstage und Fehltage aufgeführt sind. Dieser Ausdruck kann vom Arbeitnehmer und vom Arbeitgeber unterschrieben und zu den Akten genommen werden und ersetzt somit den handausgefüllten Stundenzettel.