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Wie Sie Fehler durch eine offene Fehlerkultur vermeiden

Wo Menschen wirken, passieren Fehler. Ob nun durch individuelle Wissens- und Führungsdefizite, Zeit- und Leistungsdruck respektive Stress, oder eine suboptimale Organisation von Projekt beziehungsweise Betrieb – potenzielle Fehlerquellen finden sich an allen Ecken und Enden.

Das kann bisweilen zu unfreiwillig komischen Situationen führen, an die man sich auch Jahre später noch gerne erinnert. Fehler können aber auch schwerwiegende Folgen haben, ein Unternehmen viel Geld kosten und sich gar als existenzgefährdend erweisen.

Warum eine konstruktive Fehlerkultur so wichtig ist

Fehlerquellen auszumachen und auszuschalten sowie individuelle Fehltritte im Team und bei sich selbst möglichst gering zu halten, ist folglich eine wichtige Aufgabe, die der Unternehmensführung respektive Projektleitung zukommt.

Ironischerweise wird auch ein solches Vorhaben allzu oft falsch angegangen. Fehler werden tabuisiert und sanktioniert, sofern sie offenbar werden. Aus Angst vor den Konsequenzen werden allerlei Verfehlungen unter den Teppich gekehrt, Mängel verschwiegen und Missgriffe vertuscht. Dem Arbeitsklima und der Leistungsfähigkeit des Unternehmens ist ein solches Umfeld nicht gerade zuträglich.

Umso wichtiger ist es, eine offene Fehlerkultur zu wagen und ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem Fehler als Chance für einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess begriffen und genutzt werden.

Folgende Tipps erweisen sich auf dem Weg dahin mitunter als hilfreich:

Vertrauen stiften und Offenheit zulassen

  • Schaffen Sie eine Atmosphäre des Vertrauens in Ihrem Team
  • Ermuntern Sie Ihre Teammitglieder offen über etwaige Fehltritte zu sprechen
  • Bleiben Sie im Gespräch stets sachlich und vergreifen Sie sich nicht im Ton
  • Machen Sie sich nicht lustig über die begangenen Fehler und jene, die sie begangen haben
  • Erweisen Sie allen Mitarbeiten und Kollegen Respekt, auch jenen, die einen Fehler zu verantworten haben
  • Gehen Sie offen mit eigenen Fehlern um
  • Stehen Sie proaktiv für Fehler ein (für eigene, wie auch für Fehler Ihrer Mitarbeiter)
  • Machen Sie Ihren Mitarbeitern aber auch klar, dass all das nicht als Einladung zum Fehlermachen zu verstehen ist und wiederholte Pflichtverletzung nicht toleriert wird

Nach den Ursachen forschen

Betreiben Sie keine Hexenjagd und verwenden Sie nicht alle Energien darauf, den Schuldigen auszumachen. Besser ist es, den Fehlern auf den Grund zu gehen. Fragen Sie sich vielmehr, welche Umstände der Fehlleistung zu Grunde liegen:

  • Ihr Teammitglied könnte schlicht und einfach überarbeitet gewesen, vielleicht auch überfordert sein
  • Womöglich mangelt es an Übersichtlichkeit im Arbeitsprozess
  • Vielleicht deckt das Controlling nicht alle Prozesse ab
  • Überprüfen Sie, ob es sich um einen individuellen Missgriff handelt oder einen unglückliche Verkettung von Fehltritten, gar einen systematischen Fehler

Den Schaden begrenzen

  • Klären Sie umgehend nach Bekanntwerden einer Fehlleistung ab, welche Tragweite diese mit sich bringt
  • Halten Sie sich nicht mit Wehklagen auf
  • Handeln Sie schnell und konsequent, sobald Sie das Ausmaß des Problems kennen
  • Korrigieren Sie den Fehler oder weisen Sie die sofortige Korrektur an, sofern das möglich ist
  • Entschuldigen Sie sich bei Kunden beziehungsweise Geschäftspartnern in aller Offenheit
  • Informieren Sie gegebenenfalls Kollegen und Vorgesetzte

Lösungen erarbeiten

Auf Ursachenforschung und Schadenbegrenzung muss die Erarbeitung praktikabler Lösungen folgen.

  • Arbeiten Sie an erkannten Defiziten, zum Beispiel durch Fortbildungen
  • Suchen Sie aktiv nach Lösungen für erkannte Probleme
  • Fordern Sie gegebenenfalls bei Ihren Vorgesetzten eine Neuverteilung der Aufgaben, aber erst, wenn Sie einen machbaren Lösungsansatz präsentieren können
  • Schließen Sie etwaige Lücken in Ihren Notfallplänen
  • Stellen Sie Notfallpläne auf, sollten Sie noch keine vorzuweisen haben
  • Kommunizieren Sie diese in aller Ausführlichkeit mit ihren Mitarbeitern

Wie sieht es bei Ihnen aus?

Denken Sie darüber nach, wie mit Fehlern in Ihrem Unternehmen umgegangen wird?
Was tun Sie konkret, um unerwünschte Missgriffe zu vermeiden?