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Risikomanagement – Wie gefährdet ist ihr Projekt?

Wer mit der Planung und Durchführung eines Projektes betraut ist, sieht sich zweifellos einer überaus komplexen Aufgabe gegenüber gestellt, ganz unabhängig von Art und Umfang des Vorhabens. Doch während die Neukonzeption einer Firmenwebseite vergleichsweise leicht zu überschauen ist, kommt etwa der Aufbau und die Markteinführung eines global nutzbaren Cloud-Service mit unzähligen Unwägbarkeiten daher.

Tatsache ist: Je größer ein Projekt aufgezogen werden soll und je innovativer selbiges gestaltet ist, desto eher wachsen sich kleinere Schwierigkeiten, die im Verlauf eines jeden Vorhabens zutage treten, zu großen Problemen oder unaufhaltsamen Katastrophen aus. Im IT-Bereich scheitern sage und schreibe 40 Prozent der Projekte. Das zu verhindern ist ebenfalls Aufgabe eines Projektmanagers. Wie? Mittels Risikomanagement!

Wozu das Risikomanagement gut ist?

Diese Teildisziplin des Projektmanagements fordert dem Verantwortlichen einiges ab und setzt neben einem reichen Erfahrungsschatz ein stark ausgeprägtes Einfühlungsvermögen voraus. Ohne diese Eigenschaften ist die Umsetzung der einzelnen Prozesse, dazu zählt die Risikomanagementplanung und die Risikoidentifikation, die qualitative Risikoanalyse, die quantitative Risikoanalyse sowie die Risikobewältigungsplanung, die Risikoüberwachung und –steuerung, kaum machbar.

Das klingt nach viel Arbeit? Ist es auch! Richtig umgesetzt erweisen sich diese Maßnahmen jedoch, als sehr wertvoll dabei die Chancen zur erfolgreichen Projektdurchführung zu erhöhen und im Gegenzug die Risiken, die zum Scheitern eines Vorhabens führen können, zu minimieren.

Die Prozesse des Risikomanagements im Detail:

  • Ganz am Anfang eines jeden Risikomanagement steht die grundsätzliche Entscheidung über den Umgang mit Projektrisiken. Das Festhalten von Projektzielen, strukturellen Projektabläufen, Budget- und Zeitplänen sowie das Verhältnis zwischen Projektchancen und -risiken, ist in der Risikomanagementplanung daher unabdingbar.
  • Bei der folgenden Risikoidentifikation geht es darum weitere Gefahren auszumachen und alle technischen, finanziellen sowie personellen Risiken aufzuschlüsseln und zu konkretisieren. Die Identifikation möglicher Ursachen und früher Risikoanzeichen ist für die weitere Arbeit von entscheidender Bedeutung.
  • Eine umfassende Risikoanalyse ist in diesem Sinne unausweichlich. Sie dient dazu, den möglichen Projektausgang einzuschätzen. Mit der qualitativen Risikoanalyse wird zuvorderst eine Beurteilung der Risiken im Hinblick auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeit und die potenziellen Auswirkungen angestellt. Es folgt die Ordnung nach Prioritäten (z. B. geringes, mittleres, hohes Risiko) und im Rahmen der quantitativen Risikoanalyse die Bewertung und Bezifferung zu erwartender Schäden anhand von Schätzwerten.
  • Auf Basis dieser Analysen und Daten schließt sich die Entwicklung konkreter Maßnahmen zur Risikobewältigung und etwaiger Alternativszenarien an, mit denen problematische Situationen umgangen werden können und das Projekt nicht unnötig verzögert wird oder gar ins Stocken gerät.

Die Kenntnis etwaiger Gefahren und Entwicklung von Notfallplänen ist wesentlich für die erfolgreiche Durchführung aufwändiger Projekte. Ein Scheitern bleibt aber dennoch möglich. Denn Vorhaben und Projektmanagement bilden ein dynamisches System, das sich von einem Moment auf den anderen grundlegend verändern kann. So ist auch eine dauerhafte Überwachung und ständige Anpassung der Risikomanagementprozesse vonnöten. Das mag manchmal lästig erscheinen, aber gute Projektmanager nehmen diese Arbeit gerne in Kauf. 🙂