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Mindestlohn steigt 2022 auf 10,24 Euro

Beschäftigte, die nach Mindestlohn bezahlt werden, dürfen sich 2022 über mehr Geld freuen. Der gesetzliche Mindestlohn von 9,60 Euro pro Stunde wird 2022 in zwei Schritten steigen. Für viele Minijobber und Arbeitnehmer ist die Erhöhung des Mindestlohns eine erfreuliche Nachricht. Für die Arbeitgeber bedeuten die gesetzlichen Vorschriften weiterhin zusätzlichen Aufwand, um die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen.

2022: Erhöhung des Mindestlohns in zwei Schritten auf 10,24 Euro

Vor allem Geringverdiener werden von der Erhöhung des Mindestlohns profitieren. Das sind in Deutschland mehr als 10 Millionen Bürger.  Der Anstieg des Mindestlohns erfolgt in zwei Schritten. Im ersten Schritt wird der gesetzliche Mindestlohn am ersten Januar 2022 von 9,60 Euro auf 9,82 ansteigen. Im zweiten Schritt erfolgt im Juli 2022 ein weiterer Anstieg von 9,82 auf 10,45 Euro.

  1. Schritt – Anstieg von 9,60 Euro auf 9,82 Euro am 1.  Januar 2022
  2. Schritt – Anstieg von 9,82 Euro auf 10,45 Euro am 1. Juli 2022

12 Euro Mindestlohn ab wann?

Wann genau der Mindestlohn in Höhe von 12 Euro beschlossen wird, ist noch unklar.  Die Erhöhung des Mindestlohns wurde im Koalitionsvertrag der Ampelregierung festgelegt. SPD, Grüne und FDP wollen den Mindestlohn auf 12 Euro pro Stunde bundesweit für alle Branchen erhöhen.

Pflicht zur Zeiterfassung bei Minijobs bleibt

Die seit dem Januar 2015 geltende Vorschrift (§ 17 MiLoG Mindestlohn-Gesetz), die Arbeitszeiten geringfügig Beschäftigter (Minijobs) zu erfassen und zu dokumentieren, bleibt unverändert. Die zu dokumentierenden Personalzeiten umfassen den Beginn, das Ende und die Dauer der täglichen Arbeitszeit. Werden die Arbeitszeiten manuell anhand von Excel-Sheets und Stundenzetteln erfasst, ist die Zeiterfassung ein sehr zeitintensiver und fehleranfälliger Prozess. Mit jedem zu erfassenden Mitarbeiter steigt der betriebliche Aufwand. Eingeschlichene Fehler in der Zeiterfassung zu finden kann sehr zeitintensiv werden.

Für wen gilt der Mindestlohn?

Der gesetzliche Mindestlohn gilt als unterste Lohngrenze für volljährige Arbeitnehmerinnen, Arbeitnehmer und Minijobber.

Für wen gilt der Mindestlohn nicht?

Vom gesetzliche Mindestlohn sind bestimmte Personengruppen ausgeschlossen. Dazu gehören Langzeitarbeitslose in den ersten sechs Monaten nach der Aufnahme einer Arbeit, Auszubildende eines Unternehmens und Praktikantinnen sowie Praktikanten, die ein Pflichtpraktikum oder ein Praktikum mit weniger als drei Monaten absolvieren.

  • Langzeitarbeitslose nach Aufnahme einer Arbeit in den ersten sechs Monaten
  • Auszubildende
  • Praktikanten mit Pflichtpraktika und einem Praktikum unter 3 Monaten

Entwicklung Mindestlohn 2015 bis 2022

Hier finden Sie alle Informationen zur Entwicklung des Mindestlohns in den letzten sieben Jahren. Eingeführt wurde der gesetzliche Mindestlohn 2015.  Bei der Einführung lag er bei 8,50 Euro brutto pro Stunde

2015 – 20168,50 Euro pro Stunde
2017 – 2018  8,84 Euro pro Stunde
2019  9,19 Euro pro Stunde ab dem 1. Januar 2019
2020               9,35 Euro pro Stunde ab dem 1. Januar 2020
2021                9,50 Euro pro Stunde ab dem 1. Januar 2021
2021                9,60 Euro pro Stunde ab dem 1. Juli 2021
2022                9,82 Euro pro Stunde ab dem 1. Januar 2022
2022               10,45 Euro pro Stunde ab dem 1. Juli 2022
geplant12,00 Euro pro Stunde, Datum noch unklar

Wie viel verdiene ich mit Mindestlohn?

Geht man von einer Wochenarbeitszeit von 40 Stunden aus, ist es ganz einfach, den Mindestlohn zu ermitteln. Für einen Mindestlohn von 9,82 pro Stunde erhalte ich 1.702 Euro monatlich und 20.426 Euro als Jahresgehalt.

Branchen mit Mindestlöhnen über dem gesetzlichen Minimum

Neben dem gesetzlichen Mindestlohn gibt es viele Branchen-Mindestlöhne: Eine Übersicht finden Sie hier

Was Unternehmen bei der Dokumentation der Zeiterfassung beachten müssen:

Laut den Vorgaben des Mindestlohngesetzes § 11, Absatz 1 müssen Unternehmen bei der Dokumentation der Personalzeiten folgendes beachten: Ein Arbeitgeber, der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nach § 8 Absatz 1 des vierten Buches Sozialgesetzbuch oder in den in § 2a des Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetzes genannten Wirtschaftsbereichen oder Wirtschaftszweigen beschäftigt, ist verpflichtet, Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit dieser Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer spätestens bis zum Ablauf des siebten auf den Tag der Arbeitsleistung folgenden Kalendertages aufzuzeichnen und diese Aufzeichnungen mindestens zwei Jahre beginnend ab dem für die Aufzeichnung maßgeblichen Zeitpunkt aufzubewahren.

Was muss dokumentiert werden?

Mit der Dokumentationspflicht soll gewährleistet werden, dass geringfügig Beschäftigte tatsächlich für jede geleistete Arbeitsstunde einen Mindestlohn erhalten. Die detaillierte Aufzeichnungspflicht gilt für Minijobber und für alle Arbeitnehmer, die in einer sofort meldepflichtigen Branche tätig sind. Arbeitgeber sind verpflichtet, die tägliche Arbeitszeit abzüglich der Pausen aufzuzeichnen. Notiert werden müssen Beginn, Ende und Dauer des Arbeitstages.

  • Dokumentation der täglichen Arbeitszeit abzüglich Pausen
  • Aufzeichnung Arbeitsbeginn und Arbeitsende
  • Aufbewahrungspflicht der Personalzeiten für zwei Jahre
  • Der Arbeitgeber muss die Korrektheit der Daten sicherstellen
  • Die Aufzeichnungen müssen jederzeit vorzeigbar sein

TimO Zeiterfassung – Kostengünstige und flexible Lösung zur Arbeitszeiterfassung

Mit der TimO Zeiterfassung bietet das Unternehmen Time Management Office GmbH eine funktionsreiche Lösung zur Arbeitszeiterfassung und hilft Betrieben, ihre Dokumentationspflicht nach § 17 MiLoG zu erfüllen. Die Funktionen der Softwarelösung und des Zeiterfassungsterminals, orientieren sich direkt an den Vorgaben des Mindestlohngesetzes. Die Personalzeiten werden im System revisionssicher gespeichert. Arbeitszeiten können nicht verfälscht werden. Im Falle einer Prüfung durch den Zoll sind Arbeitszeitnachweise auf Knopfdruck verfügbar.

Weitere Informationen zu der webbasierten Softwarelösung stehen unter www.timo24.de zur Verfügung. Testen Sie die Zeiterfassungssoftware 30 Tage kostenfrei.

Quellen:

Statistisches Bundesamt, Link

Deutscher Gewerkschaftsbund, Link


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