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Agiles Projektmanagement: „Definition of Done“


Ab wann kann eine Aufgabe als erledigt betrachtet werden?
Diese Frage beschäftigt nicht nur seit Generationen Eltern und Kinder bei der Einschätzung, ob ein Kinderzimmer nun hinreichend aufgeräumt wurde oder nicht, sondern sie spielt auch im agilen Projektmanagement eine entscheidende Rolle. In Scrum gibt es hierfür die Definition of Done (DoD).

Wir erinnern uns: In unserer Serie über agiles Projektmanagement hatten wir Scrum ja bereits in seinen Grundzügen vorgestellt und waren dabei auch auf die sogenannten Sprints zu sprechen gekommen. Das sind ein- bis vierwöchige Arbeitsabschnitte, während derer das Entwicklungsteam das Projekt jeweils einen entscheidenden Schritt vorantreiben soll. In der Softwareentwicklung, aus der Scrum ja ursprünglich stammt, wird darunter die qualitative Weiterentwicklung des Produkts durch die Implementierung mindestens einer komplett fertiggestellten neuen Funktionalität bzw. Komponente pro Sprint verstanden. Um aber überhaupt beurteilen zu können, ob die Anforderungen de facto zu 100 Prozent erfüllt wurden, braucht man klar definierte Fertigstellungskriterien: die Definition of Done.

Überschaubare Liste messbarer Tasks

Streng genommen ist ein zyklisch-progressiver Projektverlauf via Sprints aber erst dann sinnvoll, wenn die Entwicklungsteams die jeweilige Ziellinie auch tatsächlich erreichen können. Umso wichtiger ist eine realistische Formulierung der Anforderungen. Hierbei arbeiten in aller Regel der Product Owner, der den wirtschaftlichen Erfolg des Projekts gegenüber dem Kunden und/oder den Stakeholdern zu verantworten hat, und das Entwicklungsteam planerisch eng zusammen. Durch die Ausarbeitung der Definition of Done entsteht sukzessive eine überschaubare Auflistung konkreter, hinsichtlich ihres Fertigstellungsgrades messbarer Tasks. Diese werden im Sprint Backlog – einer Art Lastenheft für Produkteigenschaften – festgehalten und daraufhin vom Team eigenverantwortlich abgearbeitet. Kurzum, das Scrum-Entwicklungsteam verpflichtet sich somit gegenüber dem Product Owner zur vollumfänglichen Erfüllung eindeutig definierter, für die Produkt-Optimierung essenzieller Teilaufgaben.

Vorteile durch flexibilisierte Projektabläufe

Die Vorteile des „kleinteiligen Arbeitens“ liegen auf der Hand: Einerseits können sich die Teams so besser auf die anstehenden Milestones bzw. Zwischenergebnisse fokussieren und sich effizienter selbst organisieren, wodurch andererseits die Komplexität des Gesamtprojekts punktuell reduziert wird. Ziel ist die kontinuierliche Qualitätssteigerung des Produkts durch einen flexibilisierten Projektablauf. Eben darum geht es ja im agilen Projektmanagement per Scrum oder Kanban.

Die mit der Definition of Done verbundene gewissenhafte Einschätzung teaminterner Kompetenzen und Kapazitäten ist übrigens noch in einer weiteren Hinsicht vorteilhaft für das Projektmanagement: Auf diese Weise können bereits im Vorfeld eines Sprints etwaige Engpässe identifiziert werden, wodurch die rechtzeitige Hinzuschaltung externer Dienstleister möglich ist. Beim Projekt „Kinderzimmer-Aufräumen“ aus dem augenzwinkernden Eingangsbeispiel indes bleibt Ihnen das als Eltern hoffentlich immer erspart. Eine vorsorgliche Definition of Done könnte sich jedoch auch hier als hilfreich erweisen – sie schützt vor zeitraubenden Diskussionen.

Die Definition of Done im agilen Projektmanagement können wir Ihnen zwar nicht abnehmen – bei allem Weiteren hilft Ihnen dann aber wieder unsere moderne Software für Projektmanagement.